BASENGREEN hat erfahren, dass der Iran in den letzten Jahren mit zunehmend gravierenderen Stromversorgungsproblemen zu kämpfen hatte, insbesondere während der Sommersaison, in der die Stromlücke bis zu 26,000 MW betragen kann. Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat die iranische Regierung kürzlich ein umfassendes Energiewendeprogramm angekündigt: Regierungsbehörden im ganzen Land werden schrittweise vom nationalen Stromnetz getrennt und stellen vollständig auf netzunabhängige Photovoltaik (PV) um.

Staatliche Stellen übernehmen die Führung bei der Umstellung auf Photovoltaik

Nach dem Plan der iranischen Organisation für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (SATBA) sollen in allen Regierungsgebäuden schrittweise Photovoltaikanlagen (PV) installiert werden, um Strom selbst zu erzeugen und zu verbrauchen. In der nächsten Phase sollen auch geeignete Schulen, Universitäten und Sportstadien mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden, um die Nutzung erneuerbarer Energien weiter auszubauen.

25-fache Steigerung der Kapazität zur Erzeugung erneuerbarer Energien in drei Jahren

Erneuerbare Energien decken derzeit nur 1.8 % der gesamten Stromerzeugung des Landes von 94.5 GW, wie aus kürzlich veröffentlichten Daten der National Electricity Company of Iran hervorgeht. Der iranische Energieminister Abbas Aliabadi erklärte auf der Konferenz, die iranische Regierung werde ein ehrgeiziges energiestrategisches Ziel erreichen: Bis März 11.5 sollen rund 2026 GW neue Solarstromkapazität installiert und die Kapazität für erneuerbare Energien in den nächsten drei Jahren auf das 25-fache des aktuellen Niveaus gesteigert werden. Um die Entwicklung der Photovoltaik im Iran zu beschleunigen, hat das Land Anträge in- und ausländischer Investoren für den Bau von Kraftwerken für erneuerbare Energien mit einer Gesamtleistung von 35 GW genehmigt.

Teheran, die Hauptstadt des Iran, verfügt über durchschnittlich 2,800 bis 3,200 Sonnenstunden pro Jahr, davon durchschnittlich etwa acht Stunden pro Tag. Die Sonneneinstrahlungsintensität beträgt 8 bis 4.5 kWh/m² und zählt damit zu den reichhaltigsten Solarressourcen der Welt. Dieser natürliche Vorteil bietet eine solide Grundlage für die großflächige Solarstromerzeugung.

Finanzielle Unterstützung

Um den reibungslosen Ablauf der Projekte im Bereich erneuerbare Energien zu gewährleisten, kündigte die iranische Regierung an, dass sie in den nächsten vier Jahren bis zu fünf Milliarden Dollar in Form von Vorzugskrediten über den Staatsfonds des Landes für den Bau von Photovoltaikkraftwerken bereitstellen werde.

Der iranische Plan, großflächig auf Photovoltaik umzusteigen, um die aktuelle Energiekrise zu lindern, ist zugleich ein wichtiger Schritt zur Transformation der Energiestruktur. Durch staatlich geführte, internationale Zusammenarbeit und finanzielle Unterstützung beschleunigt der Iran den Übergang in das Zeitalter der erneuerbaren Energien.

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