Was geschah mit den Storac VRFB-Heimsystemen von Prolux in Deutschland?

Prolux Solutions hat einen vollständigen Rückruf aller in Deutschland installierten Storac-Vanadium-Redox-Flow-Batterien (VRFB) für den Hausgebrauch angekündigt. Das Unternehmen zieht sich zudem aus dem VRFB-Markt für Privathaushalte zurück und wird seine zukünftige Produktstrategie auf Lithium-Eisenphosphat-Systeme (LFP) umstellen. 

Im Rahmen des Rückrufs erhalten Systembetreiber laut Prolux den vollen Kaufpreis zurückerstattet. Installationspartner werden ebenfalls für ihre entstandenen Kosten entschädigt. Zusätzlich werden Kunden unabhängig von der Rückerstattungsregelung neue LFP-Heimspeichersysteme des Mutterkonzerns Midea als Ersatzprodukte angeboten. Die Durchführung des Rückrufs und der Rückgabe hat bereits begonnen.

Dieser Schritt erfolgt im Kontext der Integration von Prolux in das breitere Portfolio von Midea nach der Übernahme von Arbonia Climate durch Midea, die am 26. Februar 2025 zu einem Unternehmenswert von 760 Millionen Euro abgeschlossen wurde.


Warum Prolux von VRFB auf LFP umsteigt

Prolux betont, dass der Rückruf nicht primär auf eine technische Ablehnung von VRFB-Lampen für den Wohnbereich zurückzuführen ist. Vielmehr verweist das Unternehmen auf die wirtschaftlichen Gegebenheiten, die mit der langfristigen Unterstützung einer Produktlinie einhergehen, die nicht mehr mit der zukünftigen Portfolioausrichtung übereinstimmt.

Die Herausforderung der Lebenszyklusunterstützung

Selbst bei einer auf lange Lebensdauer ausgelegten Technologie hängt der Einsatz im Privatkundenbereich von einem langfristigen Service- und Überwachungssystem ab, das sich über viele Jahre skalieren und warten lässt. Die Entscheidung von Prolux deutet darauf hin, dass die kommerzielle Schwelle für private Speichersysteme zunehmend durch die Fähigkeit definiert wird, sich zu einer Architektur für den gesamten Lebenszyklus – Personal, Prozesse, Software und Ersatzteile – zu verpflichten, und nicht allein durch die Hardware.

Wartungs-, Ersatzteil- und Softwareverpflichtungen

Laut Prolux hätte der Weiterbetrieb die Wartung von Elektrolyt, Ölstand, Pumpen und Sensoren mindestens alle zwei Jahre erfordert, sowie mehrjährige Verpflichtungen zur Bevorratung von Ersatzteilen und zur Pflege und Aktualisierung der Betriebssoftware. Das Unternehmen kam zu dem Schluss, dass diese langfristigen Verpflichtungen für ein Produkt, das nicht länger im Portfolio bleiben wird, wirtschaftlich nicht tragbar sind.

Parallel dazu räumte Prolux vereinzelte Elektrolytlecks in frühen Produktionsserien ein, die auf das Tankmaterial und die Schlauchverbindungen zurückzuführen waren. Spätere Geräte seien Berichten zufolge mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen wie einer Tropfschale ausgestattet. Offiziell verweist das Unternehmen weiterhin nur auf einen dokumentierten sicherheitsrelevanten Vorfall mit Rauchentwicklung in der Schweiz.


Was dieser Rückruf für Hausbesitzer und Installateure bedeutet

Für Hausbesitzer liegt die wichtigste Erkenntnis in einem pragmatischen Aspekt: ​​Ein Rückruf, der vollständige Rückerstattungen und einen klaren Ersatzweg beinhaltet, reduziert die Unsicherheit und trägt dazu bei, das langfristige Vertrauen in das gesamte Speichersystem zu erhalten.

Für Installateure unterstreicht diese Episode, wie wichtig es ist, neben den technischen Versprechen auch das langfristige Supportmodell des Anbieters zu prüfen. Im Privatkundenbereich kann selbst eine vielversprechende Technologie scheitern, wenn Serviceabläufe, lokale Fehlerbehebung, Ersatzteillogistik und Software-Roadmaps nicht nachhaltig finanziert und ausgereift sind. Diese Schlussfolgerung basiert auf den von Prolux genannten Gründen.


BasenPowers Sicht auf die Entscheidungsfindung bei der Speicherung von Haushaltsspeichern

Bei BasenPower betrachten wir Heimspeicherlösungen unter dem Gesichtspunkt der „gesamten Lebenszyklus-Lieferfähigkeit“. In der Praxis erwerben Hausbesitzer nicht nur eine Batterie, sondern ein 5- bis 10-jähriges Nutzungserlebnis, das sich wie folgt zusammensetzt:

  • Vorhersagbarkeit der Servicereaktion

  • lokale Stützdichte,

  • Kontinuität der Ersatzteilversorgung

  • und ein transparenter Software-/EMS-Update-Pfad.

Auch deshalb dominiert LFP weiterhin die Planungen für Wohngebäude. Neben Sicherheit und ausgereifter Lieferkette lassen sich LFP-Systeme in der Regel besser mit standardisierten Servicemodellen und planbaren Betriebskosten kombinieren – Faktoren, die in der Praxis genauso wichtig sind wie die Nennleistung. Der Kurswechsel von Prolux unterstreicht diese aktuelle Marktrealität.

Drei praktische Fragen, die wir Ihnen empfehlen, bevor Sie sich für eine Heimspeicherplattform entscheiden:

  1. Sind Langzeitservice, Ersatzteilverfügbarkeit und Software-Support klar definiert?

  2. Verfügt die Marke über ein starkes lokales Installations- und Kundendienstnetz?

  3. Werden Wartungsintervalle und Gesamtbetriebskosten im Voraus erläutert?

In einem sich entwickelnden Wohnimmobilienmarkt werden Technologien und Anbieter, die Leistung mit verlässlicher Lebenszyklussicherheit verbinden, am besten positioniert sein, um nachhaltig zu wachsen.

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